ï»ż Wetterstation Johanngeorgenstadt - aktueller Luftqualitätsindex - Grundlagen zur Bewertung
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Feinstaubmesswerte der Wetterstation Johanngeorgenstadt


Aktuelle
Messwerte
(PM 1.0)
Feinstaub
(PM 2.5)
Feinstaub
(PM 10)
Feinstaub
(AQI)
aktuell
Wert in µg/m³
15.2
21.1
27.1
70.0

Luftqualität



Kurzfristige nachteilige
Wirkungen auf die
Menschliche Gesundheit
sind unwahrscheinlich;
allerdings können
Gesundheitseffekte durch
Luftschadstoffkombinationen
und langfristige
Einwirkung des
Einzelstoffes nicht
ausgeschlossen
werden.

Die GefĂ€hrlichkeit von FeinstĂ€uben hĂ€ngt sowohl von der GrĂ¶ĂŸe als auch von der Zusammensetzung der Partikel ab. GrundsĂ€tzlich gilt: Je kleiner die Partikel, umso tiefer können sie in den menschlichen Organismus eindringen. Unter PM2,5-FeinstĂ€uben versteht man Schwebteilchen mit einem Durchmesser von höchstens 2,5 Mikrometern (”m).

Diese extrem kleinen Teilchen haben erhebliche negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Deswegen hat die EU mit der Richtlinie 2008/50/EG vom 21.05.2008 ĂŒber LuftqualitĂ€t und saubere Luft in Europa neue Immissionswerte festgelegt. Seit dem 1. Januar 2010 gilt der Zielwert fĂŒr das Kalenderjahr von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (”g/mÂł). Das bedeutet: Im Jahresmittel darf dieser Wert nicht ĂŒberschritten werden. Ab 2015 wurde aus dem nicht einklagbaren Zielwert ein verbindlicher Grenzwert.

In Frankfurt am Main misst das Hessische Landesamt fĂŒr Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) seit Januar 2010 kontinuierlich den Feinstaubwert PM2,5 an der Luftmessstation in der Friedberger Landstraße. Die gemessenen Daten können unter dem Link Friedberger Landstraße aktuell abgerufen werden.

DarĂŒber hinaus hat das HLNUG seit Januar 2008 diskontinuierlich Feinstaub PM2,5 an der Luftmessstation Frankfurt-Ost in der Hanauer Landstraße gemessen. Im Jahr 2008 betrug der Jahresmittelwert hier 16,3 ”g/mÂł. Im Jahr 2009 betrug der Jahresmittelwert 18,5 ”g/mÂł. Damit wurde der Zielwert von 25 ”g/mÂł in den Jahren 2008 und 2009 deutlich unterschritten.
Auch an der Friedberger Landstraße wird der Grenzwert eingehalten, 2010 betrug der Jahresmittelwert hier 20,8 ”g/mÂł, 2011 19,7 ”g/mÂł, 2012 16,5 ”g/mÂł, 2013 18,3 ”g/mÂł, 2014 17,1 ”g/mÂł, 2015 16,3 ”g/mÂł und 2016 14,6 ”g/mÂł.

Unter dem Begriff Feinstaub werden der primÀr emittierte und sekundÀr gebildete Feinstaub zusammengefasst. PrimÀrer Feinstaub wird unmittelbar an der Quelle freigesetzt, zum Beispiel bei Verbrennungsprozessen. Entstehen die Partikel durch gasförmige VorlÀufersubstanzen wie Schwefel- und Stickoxide und Ammoniak, so werden sie als sekundÀrer Feinstaub bezeichnet.

Emittenten

Feinstaub wird vor allem durch menschliches Handeln erzeugt: PrimĂ€rer Feinstaub entsteht durch Emissionen aus Kraftfahrzeugen, Kraft- und Fernheizwerken, Öfen und Heizungen in WohnhĂ€usern, bei der Metall- und Stahlerzeugung oder auch beim Umschlagen von SchĂŒttgĂŒtern. Er kann aber auch natĂŒrlichen Ursprungs sein (beispielsweise als Folge von Bodenerosion). In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die dominierende Staubquelle. Dabei gelangt Feinstaub nicht nur aus Motoren – vorrangig aus Dieselmotoren – in die Luft, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes von der StraßenoberflĂ€che. Eine weitere wichtige Quelle ist die Landwirtschaft: Die Emissionen gasförmiger VorlĂ€uferstoffe, insbesondere die Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung, tragen zur sekundĂ€ren Feinstaubbildung bei.

Gesundheitsrisiken

PM10 kann beim Menschen in die Nasenhöhle, PM2,5 bis in die Bronchien und LungenblĂ€schen und ultrafeine Partikel bis in das Lungengewebe und sogar in den Blutkreislauf eindringen. Je nach GrĂ¶ĂŸe und Eindringtiefe der Teilchen sind die gesundheitlichen Wirkungen von Feinstaub verschieden. Sie reichen von Schleimhautreizungen und lokalen EntzĂŒndungen in der Luftröhre und den Bronchien oder den Lungenalveolen bis zu verstĂ€rkter Plaquebildung in den BlutgefĂ€ĂŸen, einer erhöhten Thromboseneigung oder VerĂ€nderungen der Regulierungsfunktion des vegetativen Nervensystems (HerzfrequenzvariabilitĂ€t).

Grenzwerte

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit gelten seit dem 1. Januar 2005 europaweit Grenzwerte fĂŒr die Feinstaubfraktion PM10. Der Tagesgrenzwert betrĂ€gt 50 ”g/m3 und darf nicht öfter als 35mal im Jahr ĂŒberschritten werden. Der zulĂ€ssige Jahresmittelwert betrĂ€gt 40 ”g/m3. FĂŒr die noch kleineren Partikel PM2,5 gilt seit 2008 europaweit ein Zielwert von 25 ”g/m3 im Jahresmittel, der bereits seit dem 1. Januar 2010 eingehalten werden soll. Seit 1. Januar 2015 ist dieser Wert verbindlich einzuhalten und ab dem 1. Januar 2020 dĂŒrfen die PM2,5-Jahresmittelwerte den Wert von 20 ”g/m3 nicht mehr ĂŒberschreiten.

Historische Karte Feinstaub - PM10 Jahresmittelwerte 1985-2008
Historische Karte Feinstaub - PM10 Jahresmittelwerte 1985-2008
Quelle: Umweltbundesamt und BundeslÀnder
Feinstaub (PM2,5) im Jahr 2016 - Erstellt vom Umweltbundesamt mit Daten der Messnetze der LĂ€nder und des Bundes, zuletzt aktualisiert am 12.06.2017, Ergebnisse kaufmĂ€nnisch gerundet. - Kriterien fĂŒr die Aggregation der Werte: Richtlinie 2008/50/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates ĂŒber LuftqualitĂ€t und saubere Luft fĂŒr Europa

LuftqualitÀt 2015: Auswertung der Feinstaubwerte; Stand Dezember 2016

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