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Feinstaubmesswerte der Wetterstation Johanngeorgenstadt


Aktuelle
Messwerte
(PM 1.0)
Feinstaub
(PM 2.5)
Feinstaub
(PM 10)
Feinstaub
(AQI)
aktuell
Wert in µg/m³
3.8
6.4
5.8
26.6

Luftqualität



Keine nachteilige
Wirkung auf die
Menschliche Gesundheit.

Die Gefährlichkeit von Feinstäuben hängt sowohl von der Größe als auch von der Zusammensetzung der Partikel ab. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Partikel, umso tiefer können sie in den menschlichen Organismus eindringen. Unter PM2,5-Feinstäuben versteht man Schwebteilchen mit einem Durchmesser von höchstens 2,5 Mikrometern (µm).

Diese extrem kleinen Teilchen haben erhebliche negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Deswegen hat die EU mit der Richtlinie 2008/50/EG vom 21.05.2008 über Luftqualität und saubere Luft in Europa neue Immissionswerte festgelegt. Seit dem 1. Januar 2010 gilt der Zielwert für das Kalenderjahr von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³). Das bedeutet: Im Jahresmittel darf dieser Wert nicht überschritten werden. Ab 2015 wurde aus dem nicht einklagbaren Zielwert ein verbindlicher Grenzwert.

In Frankfurt am Main misst das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) seit Januar 2010 kontinuierlich den Feinstaubwert PM2,5 an der Luftmessstation in der Friedberger Landstraße. Die gemessenen Daten können unter dem Link Friedberger Landstraße aktuell abgerufen werden.

Darüber hinaus hat das HLNUG seit Januar 2008 diskontinuierlich Feinstaub PM2,5 an der Luftmessstation Frankfurt-Ost in der Hanauer Landstraße gemessen. Im Jahr 2008 betrug der Jahresmittelwert hier 16,3 µg/m³. Im Jahr 2009 betrug der Jahresmittelwert 18,5 µg/m³. Damit wurde der Zielwert von 25 µg/m³ in den Jahren 2008 und 2009 deutlich unterschritten.
Auch an der Friedberger Landstraße wird der Grenzwert eingehalten, 2010 betrug der Jahresmittelwert hier 20,8 µg/m³, 2011 19,7 µg/m³, 2012 16,5 µg/m³, 2013 18,3 µg/m³, 2014 17,1 µg/m³, 2015 16,3 µg/m³ und 2016 14,6 µg/m³.

Unter dem Begriff Feinstaub werden der primär emittierte und sekundär gebildete Feinstaub zusammengefasst. Primärer Feinstaub wird unmittelbar an der Quelle freigesetzt, zum Beispiel bei Verbrennungsprozessen. Entstehen die Partikel durch gasförmige Vorläufersubstanzen wie Schwefel- und Stickoxide und Ammoniak, so werden sie als sekundärer Feinstaub bezeichnet.

Emittenten

Feinstaub wird vor allem durch menschliches Handeln erzeugt: Primärer Feinstaub entsteht durch Emissionen aus Kraftfahrzeugen, Kraft- und Fernheizwerken, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern, bei der Metall- und Stahlerzeugung oder auch beim Umschlagen von Schüttgütern. Er kann aber auch natürlichen Ursprungs sein (beispielsweise als Folge von Bodenerosion). In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die dominierende Staubquelle. Dabei gelangt Feinstaub nicht nur aus Motoren – vorrangig aus Dieselmotoren – in die Luft, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes von der Straßenoberfläche. Eine weitere wichtige Quelle ist die Landwirtschaft: Die Emissionen gasförmiger Vorläuferstoffe, insbesondere die Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung, tragen zur sekundären Feinstaubbildung bei.

Gesundheitsrisiken

PM10 kann beim Menschen in die Nasenhöhle, PM2,5 bis in die Bronchien und Lungenbläschen und ultrafeine Partikel bis in das Lungengewebe und sogar in den Blutkreislauf eindringen. Je nach Größe und Eindringtiefe der Teilchen sind die gesundheitlichen Wirkungen von Feinstaub verschieden. Sie reichen von Schleimhautreizungen und lokalen Entzündungen in der Luftröhre und den Bronchien oder den Lungenalveolen bis zu verstärkter Plaquebildung in den Blutgefäßen, einer erhöhten Thromboseneigung oder Veränderungen der Regulierungsfunktion des vegetativen Nervensystems (Herzfrequenzvariabilität).

Grenzwerte

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit gelten seit dem 1. Januar 2005 europaweit Grenzwerte für die Feinstaubfraktion PM10. Der Tagesgrenzwert beträgt 50 µg/m3 und darf nicht öfter als 35mal im Jahr überschritten werden. Der zulässige Jahresmittelwert beträgt 40 µg/m3. Für die noch kleineren Partikel PM2,5 gilt seit 2008 europaweit ein Zielwert von 25 µg/m3 im Jahresmittel, der bereits seit dem 1. Januar 2010 eingehalten werden soll. Seit 1. Januar 2015 ist dieser Wert verbindlich einzuhalten und ab dem 1. Januar 2020 dürfen die PM2,5-Jahresmittelwerte den Wert von 20 µg/m3 nicht mehr überschreiten.

Historische Karte Feinstaub - PM10 Jahresmittelwerte 1985-2008
Historische Karte Feinstaub - PM10 Jahresmittelwerte 1985-2008
Quelle: Umweltbundesamt und Bundesländer
Feinstaub (PM2,5) im Jahr 2016 - Erstellt vom Umweltbundesamt mit Daten der Messnetze der Länder und des Bundes, zuletzt aktualisiert am 12.06.2017, Ergebnisse kaufmännisch gerundet. - Kriterien für die Aggregation der Werte: Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Luftqualität und saubere Luft für Europa

Luftqualität 2015: Auswertung der Feinstaubwerte; Stand Dezember 2016

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