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Qualitätsindex vom
26.05.2017 14:00 Uhr

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Kurzfristige nachteilige
Wirkungen auf die
Menschliche Gesundheit
sind unwahrscheinlich;
allerdings können
Gesundheitseffekte durch
Luftschadstoffkombinationen
und langfristige
Einwirkung des
Einzelstoffes nicht
ausgeschlossen
werden.

Luftqualitätsindex - Grundlagen der Bewertung

Zur Einschätzung der unten aufgeführten langfristigen Wirkungen muss die Luftqualität über einen längeren Zeitraum (Monate bis Jahre) kontinuierlich beobachtet werden.

Indexgruppen zur Bewertung der Luftqualität, hinterlegt mit der bundesweit abgestimmten Farbskala

Index 1: »sehr gut«

Es sind - auch in Kombination mit anderen Luftschadstoffen - keine nachteiligen Effekte auf die menschliche Gesundheit sowohl bei kurzer als auch bei lang andauernder Exposition zu erwarten.

Der Konzentrationsbereich der Klasse 1 liegt unterhalb des Schwellenwertes für erwartete Wirkungen. Die für die Luftschadstoffe NO2, SO2 und CO in Reinluftgebieten gemessenen Konzentrationswerte liegen üblicherweise in diesem Bereich.

Index 2: »gut«

Die Grenze zwischen den Klassen 1 und 2 wurde nach Vorsorgegesichtspunkten auf die Hälfte der unteren Konzentrationsgrenze der Klasse 3 gesetzt. Daher gilt auch hier, dass - auch in Kombination mit anderen Luftschadstoffen - keine nachteiligen Effekte auf die menschliche Gesundheit sowohl bei kurzer als auch bei lang andauernder Exposition zu erwarten sind.

Index 3: »befriedigend«

Kurzfristige nachteilige Wirkungen auf die menschliche Gesundheit sind unwahrscheinlich, können jedoch bei Luftschadstoffkombination und langfristiger Einwirkung des Einzelstoffes nicht ausgeschlossen werden.

Zur Ableitung der unteren Klassengrenze wurde die niedrigste Expositionskonzentration herangezogen, für die sich in epidemiologischen Studien noch Verdachtsmomente für Wirkungen auf die menschliche Gesundheit nach kurzfristiger Exposition ergaben und teilweise wurden auch langfristige Wirkungen (zum Beispiel vermehrtes Auftreten von Atemwegserkrankungen) herangezogen, für die der Beitrag einer kurzzeitigen Exposition nicht genau angegeben werden kann.

Index 4: »ausreichend«

In Kombination mit weiteren Luftschadstoffen in höheren Konzentrationen oder weiteren eine Reaktion der Atemorgane auslösenden Reizen können bei empfindlichen Personengruppen geringfügige Gesundheitseffekte auftreten.

Zur Ableitung der unteren Grenze wurde die niedrigste Expositionskonzentration herangezogen, die in experimentellen Studien noch geringfügige Wirkungen auf empfindliche Bevölkerungsgruppen hatte. Hierzu gehört beispielsweise eine erhöhte Reizbarkeit der Atemwege von Asthmatikern, das heißt dass die Exposition allein noch keine Veränderungen von Lungenfunktionsparametern, jedoch eine verstärkte Reaktion auf verabreichte die Bronchien verengende Medikamente bewirkte. Dieser Effekt deutet darauf hin, dass die Exposition gegenüber dem Luftschadstoff bei Asthmatikern zu früher und stärker auftretenden Symptomen führen kann. Es wurden auch Studien herangezogen, in denen bei normalempfindlichen Personen geringfügige Wirkungen (zum Beispiel erhöhte Reizbarkeit der Atemwege) auftraten.

Index 5: »schlecht«

Es können nachteilige Gesundheitseffekte bei empfindlichen Personengruppen sowie in Kombination mit weiteren Luftschadstoffen auch bei weniger empfindlichen Personen auftreten.

Zur Ableitung der unteren Grenze wurde die niedrigste Konzentration herangezogen, die in experimentellen Studien bei empfindlichen Bevölkerungsgruppen Wirkungen hatte, wie signifikant veränderte Lungenfunktionsparameter und verstärkte Reaktion auf Blütenpollen bei Asthmatikern; bei normalempfindlichen Personen traten ähnliche Effekte bei Kombinationen von Luftschadstoffen auf.

Index 6: »sehr schlecht«

Nachteilige Gesundheitseffekte bei empfindlichen Personengruppen sind wahrscheinlich und auch bei weniger empfindlichen Personen möglich.Zur Ableitung der unteren Grenze wurde die niedrigste Expositionskonzentration herangezogen, die in experimentellen Studien noch Wirkungen auf normalempfindliche Personen (in der Regel gesunde Erwachsene) hatte, das heißt Wirkungen wie signifikant veränderte Lungenfunktionsparameter und erhöhte Reaktionen der Atemwege auf zusätzliche Reize verursachte.

Luftqualitätsindex - Gesundheitliche Bewertung

Information Spezifische Information zu einzelnen Luftschadstoffen
Keine nachteilige Wirkung auf die Menschliche Gesundheit Nicht erforderlich
Keine nachteilige Wirkung auf die Menschliche Gesundheit Nicht erforderlich
Kurzfristige nachteilige Wirkungen auf die Menschliche Gesundheit sind unwahrscheinlich; allerdings können Gesundheitseffekte durch Luftschadstoffkombinationen und langfristige Einwirkung des Einzelstoffes nicht ausgeschlossen werden Nicht erforderlich bzw. nicht möglich
In Kombination mit weiteren Luftschadstoffen in höherer Konzentration oder weiteren eine Reaktion der Atemorgane auslösenden Reizen können geringgradige Gesundheitseffekte bei empfindlichen Personengruppen auftreten

Empfindliche Personengruppe:

SO2: Asthmatiker (Verstärkung von Symptomen z.B. in Verbindung mit Pollenexposition möglich)

NO2: Asthmatiker (Verstärkung von Symptomen z.B. in Verbindung mit Pollenexposition möglich)

CO: Patienten mit koronarer Herzkrankheit (Verstärkung von Symptomen möglich)

O3: Ozonempfindliche Personen (sind in allen Bevölkerungsgruppen etwa gleich häufig) (Verstärkung von Symptomen bei zusätzlich bestehenden Erkrankungen der Atemwege möglich)

PM10: Asthmatiker (Verstärkung von Symptomen z.B. in Verbindung mit Pollenexposition möglich)

Verhaltensempfehlungen:

Empfindliche Personengruppen sollten längerdauernde körperliche Anstrengungen im Freien reduzieren

Es können nachteilige Gesundheitseffekte bei empfindlichen Personengruppen sowie in Kombination mit weiteren Luftschadstoffen auch bei weniger empfindlichen Personen auftauchen

Empfindliche Personengruppe:

SO2: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich)

NO2: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich)

CO: Patienten mit koronarer Herzkrankheit (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich)

O3: Ozonempfindliche Personen (sind in allen Bevölkerungsgruppen etwa gleich häufig) (Verstärktes Auftreten von Symptomen an den Atemwegen wahrscheinlich)

PM10: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich)

Verhaltensempfehlungen:

Empfindliche Personengruppen sollten körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden, andere Personengruppen sollten längerdauernde körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden

Nachteilige Gesundheitseffekte bei empfindlichen Personengruppen sind wahrscheinlich und auch bei weniger empfindlichen Personen möglich

Empfindliche Personengruppe:

SO2: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich) und weniger empfindliche Personen (Atemwegssymptome bei Personen mit Herz-/Lungenerkrankungen wahrscheinlich)

NO2: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich) und weniger empfindliche Personen (Atemwegssymptome bei Personen mit Herz-/Lungenerkrankungen wahrscheinlich)

CO: Patienten mit koronarer Herzkrankheit (Auslösung von Symptomen wahrscheinlich) und weniger empfindliche Personen (geringgradige Wirkung auf Funktionen des Zentralnervensystems)

O3: Ozonempfindliche Personen (sind in allen Bevölkerungsgruppen etwa gleich häufig) (Auslösung von Symptomen an den Atemwegen wahrscheinlich) und weniger empfindliche Personen (Auslösung von Atemwegssymptomen möglich)

PM10: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich) und weniger empfindliche Personen (Symptome insbesondere bei Personen mit Herz-/Lungenerkrankungen wahrscheinlich)

Verhaltensempfehlungen:

Empfindliche Personengruppen sollten körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden, andere Personengruppen sollten den Aufenthalt im Freien reduzieren

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